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Fachgespräch 2011: Gleichbehandlung als Voraussetzung für berufliche Integration - 5 Jahre AGG
Der Zugang zum Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Arbeitsmarkt gestaltet sich für viele Menschen mit Migrationshintergrund schwierig. Die Wahrscheinlichkeit für Jugendliche mit Migrationshintergrund einen Ausbildungsplatz zu erhalten, liegt mehr als 20 % unter der vergleichbaren Referenzgruppe ohne Migrationshintergrund. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Migrationshintergrund ist doppelt so hoch; der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist niedrig.
Neben den in der Öffentlich Öffentlichkeit vielfach diskutierten Ursachen, wie z.B. „unzureichende Sprachkenntnisse“ oder „unzureichende Qualifizierung“, existieren weitere Barrieren, die den Prozess der beruflichen Integration negativ beeinflussen. Studien, Untersuchungen und Erfahrungen in der Beratungspraxis zeigen, dass mittelbare und unmittelbare Diskriminierungserfahrungen bei der Ausbildungs- und Stellensuche, der Vergabe von Weiterbildungsplätzen und der Personalauswahl nicht zur Seltenheit gehören. Hierbei spielen Ungleichbehandlungen z.B. aufgrund herkunftsländertypischer Vorstellungen, des Geschlechts oder der Religionszugehörigkeit eine tragende Rolle.
Vor diesem Hintergrund planen wir im Rahmen der diesjährigen Interkulturellen Woche, die unter dem Moto „Zusammenhalten - Zukunft gewinnen“ stattfindet, ein Fachgespräch zum Thema: "Gleichbehandlung als Voraussetzung für berufliche Integration - 5 Jahre AGG".
Im Mittelpunkt steht eine Podiumsdiskussion mit den Vertreterinnen und Vertretern von: Agentur für Arbeit, „Mach meinen Kumpel nicht an“ e.V., Antidiskriminierungsstelle LH Hannover, basis & woge e.V. Hamburg und AWO Region Hannover e.V.
Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion werden ihre bisherigen Erfahrungen und Handlungsansätze im Kontext vorstellen und Handlungsempfehlungen (z.B. zur systematischen Erfassung und Analyse diskriminierender Handlungsweisen und Strukturen) erarbeiten. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, wo diesbezüglich dringender Handlungsbedarf in der Landeshauptstadt Hannover besteht. Außerdem sind einige Aktivitäten zum Mitmachen sowie der Raum für den informellen Austausch der Teilnehmenden vorgesehen.
