Ehrenamtliche bei der AWO: Kristine von Esebeck begleitet Schüler bei ihren Hausaufgaben

vom 07.12.2017

Engagement mit „Klick-Moment“

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Kristine von Esebeck und die Arbeiterwohlfahrt sind schon seit mehr als 35 Jahren miteinander verbunden. Ihre mittlerweile erwachsene Tochter besuchte damals die AWO Kindertagesstätte Edenstraße.  Die ehemalige Architektin, die einen Teil ihres Lebens in Frankreich verbrachte, nahm sich nach ihrer Pensionierung Zeit für ein Ehrenamt. Vor zehn Jahren brachte sie dann eine Mitarbeiterin der Edenstraße auf die Idee, im Hort die Hausaufgabenbetreuung zu übernehmen. „Für mich ist das eine leichte Arbeit. Ich gebe keine direkte Nachhilfe, sondern helfe den Grundschülern auf die Sprünge.“

Das Ehrenamt bei der AWO ist nicht das erste, das von Esebeck ausübt. In der Marktkirche ist sie hin und wieder als Ausstellungsaufsicht tätig. Dort ist sie Ansprechpartnerin für die Besucher und hilft im Verkauf aus. Den Kontakt stellte eine Freundin her. „Ich habe eigentlich nie die Absicht gehabt, ein Ehrenamt zu übernehmen – jetzt habe ich sogar zwei“, sagt von Esebeck schmunzelnd.

Die Arbeit bei der AWO tue ihr sehr gut, berichtet die gebürtige Potsdamerin. „Man ist unter Menschen. Ich mag die Atmosphäre in der Kita und fühle mich von allen akzeptiert.“ Besonders der Moment, in dem die Schüler etwas Neues begreifen, sei für von Esebeck eine Art Erfüllung. „Den Klick-Moment mitzuerleben, ist mir immer eine große Freude.“ Außerdem habe sie stets eine Vergleichsmöglichkeit mit ihren eigenen Enkelkindern, von denen eines ebenfalls im Grundschulalter ist.

„Den Begriff Ehrenamt mag ich gar nicht. Diese Tätigkeit ist nur möglich, wenn man zeitlich und finanziell flexibel ist.“ Von Esebeck wünscht sich mehr Unterstützung durch die städtische und landesweite Politik. Die Mittel sollten gerechter verteilt werden. „Dann müsste niemand für soziales Engagement werben und das Ehrenamt würde seiner eigentlichen Bedeutung wieder gerecht werden.“ Dennoch gefällt von Esebeck die ehrenamtliche Arbeit mit den Kindern. Sie wolle auch weiterhin der AWO treu bleiben und könne sich vorstellen, eines Tages auch in ein Seniorenheim zu gehen und mit der AWO ihren Ruhestand zu genießen.