Ehrenamtliche bei der AWO: Manfred Jonas ist Ortsvereinsvorsitzender der AWO in Ahlem/Badenstedt/Davenstedt

vom 06.12.2017

Durch bestehende Kontakte Türen öffnen

Ehrenamtliche 3 - Manfred Jonas.jpg
Die Liste von Manfred Jonas‘ Ehrenämtern ist lang und vielfältig. Sein erstes Ehrenamt begann Jonas bereits 1957 im Hannoverschen Kanu-Club. Dort knüpfte er Kontakte zum Deutschen Mieterbund, wo der gelernte Textilkaufmann ab 1983 im Präsidium arbeitete. Der Deutsche Mieterbund setzt sich für die Belange der oftmals  finanziell schlechter gestellten Mieter ein und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. „Da ich als Kind in einer kleinen Wohnung mit der ganzen Familie wohnte, entstand der Wunsch, Mietern zu helfen und Missstände zu beheben.“  Bis zum Eintritt ins Rentenalter war Manfred Jonas mehr als 20 Jahre hauptberuflich Geschäftsführer des Landesverbandes sowie des Mietervereins Hannover und ehrenamtlich Vizepräsident des Deutschen Mieterbundes. Außerdem war er Vorsitzender der Verbraucherzentrale Niedersachsen, ist seit 25 Jahren im „Freundeskreis Hannover“ unterstützend im Kuratorium tätig und ließ sich auf Bitten der örtlichen Kirchenvertreter in den Kirchenvorstand in Badenstedt wählen.

2005 erhielt Jonas das Bundesverdienstkreuz als Würdigung seines sozialen Engagements. Über die Jahre lernte er viele Menschen kennen und nutzt diese Kontakte, um Türen zur Wirtschaft zu öffnen. Unter anderem dafür wird seine Arbeit auch bei der Arbeiterwohlfahrt geschätzt. Seit 2006 ist er im Ortsverein in den Stadtteilen Ahlem, Badenstedt und Davenstedt ehrenamtlich tätig. Er wohnt in Badenstedt, sodass sich dieser Einsatzort anbot. Walter Meyer,  ehemaliger AWO Vorstandsvorsitzender, den er über seine hauptamtliche Tätigkeit beim Deutschen Mieterbund Landesverband Niedersachsen/Bremen kennenlernte, stellte damals den Kontakt her. Zunächst sollte er die Pressearbeit übernehmen und wurde 1. Vorsitzender. Seit etwa vier Jahren ist Jonas Vorsitzender. Er widmet sich dort unter anderem der Betreuung von neuen Mitgliedern. „Es wird sich kaum um neu ankommende Mitglieder gekümmert. Das möchte ich ändern und einen Mitgliederschwund verhindern.“

Jonas steht voll und ganz hinter der AWO und ihren Leitlinien - Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. „Es sind vor allem die sozialen Aufgaben, die mir liegen. Ich arbeite ungern nur am Schreibtisch und trete den Menschen lieber persönlich gegenüber“, sagt Jonas. Er betrachtet die AWO als sehr wichtig, da sie gerade in der Flüchtlingskrise sofort zur Stelle war. Auch die Lösung von Betreuungsproblemen in den Kitas oder in der Altenpflege sieht er als die Kernkompetenzen der AWO an. „Es ist gut, wenn die Menschen wissen, an wen sie sich wenden können.“ Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei dies vonnöten.  Mit der ehrenamtlichen Arbeit bei der AWO wolle Jonas vor allem Interesse für die verschiedenen Angebote des Ortsvereins Ahlem wecken. Erst kürzlich konnte er der Leiterin eines Tanzkurses Teilnehmer vermitteln.  „Ich möchte durch mein Wirken etwas bewegen.“  Und auch Jonas ist in Bewegung. Er fährt als Mitglied des Kanu-Klubs(HKC von 1921 e.V) noch immer Drachenboot und Kajak.

Jonas findet es schade, dass viele Menschen und gerade Ruheständler nicht bereit seien, ein Ehrenamt zu übernehmen. „Es wird immer nach dem Ehrenamt gerufen, aber keiner will es hören“, so der Rentner. Er fühle sich mit seiner Tätigkeit sehr wohl und richtete in diesem Jahr liebevoll die 50-Jahr-Feier des AWO Ortsvereins Ahlem aus. Jonas hofft, dass die Fotos der gelungenen Feier anziehend wirken und der Ortsverein neue Mitglieder gewinnen kann.