„Heute für morgen ein Zeichen setzen“

vom 08.03.2017

Der Internationale Frauentag am 8. März

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„Heute für morgen ein Zeichen setzen“ lautet das diesjährige Motto zum Internationalen Frauentag am 8. März 2017. Dieser Tag, auch Weltfrauentag genannt, geht auf die Arbeiterinnenbewegung von Mitte des 19. bis zum 20. Jahrhundert zurück. Die Frauen streikten damals für bessere Arbeitsbedingungen (kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne) und wehrten sich gegen Ungerechtigkeiten und Diskriminierung.

Der Frauentag hat noch immer nicht an Relevanz eingebüßt. „Heute müssen Frauen sich weiterhin für gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit einsetzen“, sagt Brigitte Mende von der AWO Frauenberatungsstelle in Lehrte. Gemäß einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung verdienen Frauen im Schnitt rund 20 Prozent weniger als Männer.

„Frauen müssen sich immer noch gegen Gewalt an Frauen engagieren". Darauf verweist Ellen Wolfram von der AWO Frauenberatungsstelle bei häuslicher Gewalt in Garbsen und Seelze. Auch und gerade im häuslichen Umfeld gebe es weltweit unverändert Übergriffe gegen Frauen. „Wir wissen heute, dass Gewalt gegen Frauen, gerade im häuslichen Umfeld, kein kulturelles, sondern ein Problem ist, das unter anderem von traditionellen Geschlechterbildern herrührt“, so Wolfram.  „Mit der Neugestaltung des Paragrafen 177 im Strafgesetzbuch ‚Sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung‘ findet der Grundsatz ‚Nein heißt Nein‘ endlich Berücksichtigung im Strafrecht“, betont Sabine Wegmann von der AWO Koordinierungs- und Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt in Hannover.

Die Arbeiterwohlfahrt setzt sich für die Gleichberechtigung aller Geschlechter und für Frauenrechte ein. Ihre bundesweiten Schwangerschaftsberatungsstellen, frauenspezifischen Gesundheitsangebote, Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen und vielen anderen sozialen Dienstleistungen unterstützen Frauen jeden Alters in jeder Lebenslage.