„Frei leben“

vom 21.11.2017

Aktion anlässlich des „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ in Seelze

Seelze Gewalt an Frauen 21 11 2017.jpg Hissten eine Fahne auf dem Rathausplatz in Seelze (von links): Gleichstellungsbeauftragte Gabriela Giesche, Bürgermeister Detlef Schallhorn, Hausmeister Thomas Schlabitz, Ortsbürgermeister Alfred Blume, Katrin Baum, Sachbearbeiterin für häusliche Gewalt bei der Polizei, und Ellen Wolfram, AWO Beratungsstelle für Frauen bei häuslicher Gewalt.
Der 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Der Tag steht in Bezug zur Ermordung der Schwestern Mirabal im Jahre 1960 in der Dominikanischen Republik. Diese mutigen Frauen haben sich gegen den Diktator Trujillo aufgelehnt und wurden deshalb gefoltert, vergewaltigt und getötet.

In Deutschland werden an diesem Gedenktag an vielen Orten Fahnen von der Menschenrechtsorganisation für Frauen TERRE DES FEMMES gehisst mit dem Schriftzug "Frei leben". Die AWO Region Hannover beteiligt sich in dieser Woche an verschiedenen Aktionen und macht auf diesen besonderen Tag aufmerksam. So auch am 21. November 2017 in Seelze auf dem Rathausplatz.
 „Es ist wichtig anlässlich dieses internationalen Aktions- und Gedenktages das Thema häusliche Gewalt in die Öffentlichkeit zu tragen und Menschen dafür zu sensibilisieren“, sagt AWO Fachbereichsleiterin Ute Vesper. „Die Aktionen dienen auch dazu, mit Frauen und Männern über das Thema häusliche Gewalt ins Gespräch zu kommen und auf das Angebot unserer Beratungsstellen aufmerksam zu machen.“ Leider werde häusliche Gewalt immer noch oft als Tabuthema behandelt, es sei aber ein gesamtgesellschaftliches Problem, das alle angehe, so Vesper.  

2016 wurde die AWO Beratungsstelle in Seelze von 72 Frauen (82 mitbetroffene minderjährige Kinder) aufgesucht. Die Beratungs- und Begleitungsprozesse umfassen meistens mehrere Termine über Wochen und Monate und beinhalten neben der psychischen Stabilisierung und Bestärkung der Frauen auch Unterstützung in rechtlichen Fragen und Behördenangelegenheiten. „Die Frauen sind sehr froh über dieses Hilfsangebot vor Ort, denn so spüren sie, dass sie mit ihren Problemen und Sorgen nicht alleingelassen werden und fassen den Mut, für sich und ihre Kinder den Weg in ein selbstbestimmtes, gewalt- und angstfreies Leben einzuschlagen“, sagt Ellen Wolfram von der AWO Beratungsstelle.