„Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen.“

vom 03.11.2017

Sandra Janina Krause hat Soziale Arbeit studiert und absolviert ihr Anerkennungsjahr bei der AWO.

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Mit 16 wusste Sandra Janina Krause, dass sie Erzieherin werden möchte, weil sie gern auf ihre Cousins und Cousinen aufpasste und mit Kindern arbeiten wollte. Nach ihrer Ausbildung und sechs Jahren im Job beschloss sie, sich weiterzubilden und studierte Soziale Arbeit. Heute arbeitet die 29-Jährige als Anerkennungspraktikantin bei der AWO Region Hannover e.V. in der Jugendhilfeeinrichtung Carré Spierenweg, einem Wohnangebot mit sozialpädagogischer Betreuung für alleinerziehende Mütter und Väter.

„Ich arbeite einfach gern mit Menschen zusammen - das ist es einfach“, sagt Krause, die in Hannover lebt und auch hier studiert hat. Bereits mit 16 Jahren, damals ging sie noch zur Realschule, habe sie gemerkt, wie viel Spaß es ihr macht, auf die Kinder ihrer Verwandten aufzupassen. „Dann habe ich ein Praktikum in einer Kita der AWO gemacht und für mich war klar: Ich werde Erzieherin“, sagt Krause. Es folgte eine vierjährige Ausbildung - zwei Jahre zur Sozialassistentin, zwei Jahre zur Erzieherin. Die nächsten sechs Jahre arbeitete sie in ihrem gelernten Job und stellte fest, dass ihr auch die Zusammenarbeit mit den Eltern sehr gefällt. „Der Weg zum Kind führt auch über die Eltern“, sagt Krause.

Weil ihr die Arbeit mit den Eltern gefiel und sie sich weiterbilden wollte, beschloss sie, Soziale Arbeit in Hannover zu studieren. Nach ihrem Bachelor-Abschluss stieß sie auf eine Stellenanzeige der AWO: ein einjähriges Berufspraktikantin im Carré Spierenweg. „Darauf habe ich mich sofort beworben und wurde genommen“, berichtet Krause. Warum AWO? Die AWO sei ein großer Arbeitgeber und die fünf Leitsätze der AWO - Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz - entsprächen ihren eigenen Werten.

Das Carré Spierenweg heißt Carré, weil die Wohnungen carréförmig angeordnet sind. Die AWO stellt hier in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 16 in sich abgeschlossene Zwei– und Drei-Zimmerwohnungen in einer Größe von 46 bis 62 Quadratmetern für alleinerziehende Mütter und Väter sowie Schwangere ab 17 Jahren zur Verfügung. Die jungen Mütter und Väter wohnen dort in der Regel ein bis zwei Jahre.

Krause ist eine von fünf Mitarbeitenden, die die Bewohnerinnen und Bewohner im Zwei-Schicht-Dienst betreut. Sie hilft bei der Entwicklung von persönlichen und schulischen Perspektiven für die Väter oder Mütter sowie bei der Krippen- oder Kitaplatzsuche für deren Kinder. In der Einrichtung wird nach dem sogenannten Bezugsbetreuungssystem gearbeitet, weshalb jeder Bewohner und jede Bewohnerin eine spezielle Ansprechpartnerin für alle anfallenden Fragen und Probleme hat. Für jeden Bewohner werden gemeinsam mit der Bezugsbetreuerin und in Absprache mit dem Kommunalen Sozialdienst individuelle Absprachen, Zielvereinbarungen, etc. für ein erfolgreiches Wohnen im Carré erstellt.  Außerdem erhalten die Bewohner Unterstützung, ihren Haushalt und die Erziehung ihrer Kinder in den Griff zu kriegen. „Hier wohnen Menschen, die in ihrem Leben Probleme bekommen haben. Ziel unserer Einrichtung ist es, dass sie wieder selbstständig und eigenständig gemeinsam mit ihren Kindern wohnen können“, erklärt Krause. Damit alleinerziehende Eltern, die aus verschiedensten Gründen nicht allein für das Wohl ihrer Kinder sorgen können, die Chance erhalten, an sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln, sei es wichtig, dass es Einrichtungen wie das Carré Spierenweg gibt. „Wenn es uns gelingt, gemeinsam mit den Eltern Perspektiven für ein gemeinsames Leben mit ihren Kindern zu entwickeln, dann war unsere Arbeit erfolgreich“, sagt Krause.