Vielfalt – eine Chance und Herausforderung zugleich

vom 27.09.2012

Interkulturelle Öffnung und Diversity Management / AWO veranstaltet Fachgespräch

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Wir werden bunter und vielfältiger“, sagte Dr. Silke Lesemann, Vorsitzende der AWO Region Hannover e.V., in ihrem Grußwort zum Fachgespräch „Willkommen! Interkulturelle Öffnung und Diversity Management in sozialen Diensten und öffentlicher Verwaltung“ am 25. September 2012. Aufgrund des demografischen Wandels werde die Interkulturelle Öffnung als strategische Entscheidung, Handlungsansätze zu entwickeln und umzusetzen, immer wichtiger.

Soziale Dienste und kommunale Verwaltung sind zunehmend dabei, für die Herausforderungen der demografischen Entwicklung Lösungen zu finden. Mit einer sogenannten Willkommens- und Anerkennungskultur werden Menschen mit Migrationshintergrund verstärkt als anzuwerbende Kundinnen und Kunden beziehungsweise Fachkräfte wahrgenommen. Auf dem vom Beratungszentrum für Integrations- und Migrationsfragen (BIM) organisierten Fachgespräch haben Fachleute aus Deutschland und der Region Hannover vor rund 80 Gästen ihre Erfahrungen vorgestellt und Perspektiven, Handlungsbedarfe und Lösungsstrategien diskutiert.

„Interkulturelle Öffnung versteht sich als eine Haltung, die Verschiedenheit anerkennt und gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht“, sagte Dr. Hubertus Schröer, Geschäftsführer des Instituts Interkulturelle Qualitätsentwicklung München, in seinem Vortrag. Aus diesem Paradigmenwechsel ergeben sich viele Chancen, aber auch neue Herausforderungen.

„Interkulturelle Öffnung ist bei uns Querschnittsaufgabe, betonte AWO Geschäftsführer Burkhard Teuber: „Alle Einrichtungen und Dienste sind verpflichtet, das Konzept der Interkulturellen Öffnung zu praktizieren. In einem Selbstevaluationsbogen sei beispielsweise überprüfbar, welche Maßnahmen erfolgreich praktiziert werden oder wo noch Handlungsbedarf bestehe.

Die eigene Haltung zu überprüfen, ist dabei ein wesentlicher Punkt, so Teuber. Häufig bestehe in den Köpfen immer noch das Bild – Migranten und Probleme. „Unsere Haltung muss sich verändern. Als Unternehmer AWO sind wir auf die Vielfalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen.“

Dass die Interkulturelle Öffnung ein lang angelegter Prozess ist, der nicht allein über Einzelmaßnahmen erreicht werden kann, sondern alle Arbeitsbereiche einer Organisation betrifft, darüber waren sich alle Podiumsteilnehmenden einig. Kernpunkt sei es, die Vielfalt der Menschen als potenzielle Ressource anzuerkennen und wertzuschätzen.

Weitere Informationen: Fachbereich Migration, Slobodanka Sljoka,Tel.: 0511 21978-142