Sprache durch Bewegung fördern

vom 03.04.2014

AWO veranstaltet Sprachcamp in den Osterferien

PRESSEMITTEILUNG

Hannover. Die Familienbildung der AWO Region Hannover e.V. führt in Kooperation mit der Hochschule Hannover Fakultät V - Soziale Arbeit, der Grundschule Feldbuschwende und des Primarbereichs der IGS Roderbruch in den Osterferien ein Sprachcamp zum Thema „Sprache und Bewegung“ durch. 20 Kinder der dritten Grundschulklassen nehmen vom 7. bis 11. April 2014 an dem durch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung finanziell geförderten Feriensprachcamp teil.

Sprache ist die Basis für jedes weitere Lernen! Die sprachlichen Fähigkeiten sind entscheidend für Schulerfolg und Bildungschancen, für die beruflichen Möglichkeiten und für eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gleiche Chancen für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen und Bildungsbenachteiligung zu beseitigen ist das Ziel vieler Akteure. „Das Feriensprachcamp ist ein weiterer Baustein in der Förderlandschaft mit dem Ziel, die alltagskommunikativen und fachsprachlichen Kompetenzen so zu erweitern und zu festigen, dass differenziertes Verstehen und Darstellen von Sachverhalten erweitert und sprachlich bedingte Lernhemmnisse abgebaut werden“, sagt Sozialpädagogin Gudrun von Alten, die das Feriensprachcamp bei der AWO koordiniert.

Für die Teilnahme am Sprachcamp wurden Schülerinnen und Schüler aus den dritten Klassen der Grundschule Feldbuschwende und des Primärbereichs der IGS Roderbruch ausgewählt. Mit beiden Schulen besteht bereits eine enge Kooperation. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgte durch die Lehrkräfte, die den Förderbedarf der Kinder und die familiäre Situation der Familien kennen.

Studentinnen der Hochschule haben sich im Rahmen eines Seminars unter Anleitung von Professorin Dörte Detert auf das Feriensprachcamp inhaltlich vorbereitet. Sie führen mit den Kindern gezielte bewegungsorientierte Angebote durch, die zur Aktivität und zum Handeln auffordern. Als Handlungsrahmen dient eine Spielidee, die das Erleben in den Vordergrund stellt. Ziel ist es, die Fantasie der Kinder anzuregen und in der Situation, das Aushandeln von Spielregeln und die Erweiterung des Wortschatzes zu bewirken. Neben den unterschiedlichen Bewegungsspielen erstellen die Studentinnen gemeinsam mit den Kindern ein Portfolio, um Ziele und Erfolge im Laufe der Woche festzuhalten.

Unterstützt werden die Studentinnen von DaZ (Deutsch als Zweitsprache)-Lehrerin Alena Bleck, Logopädin Nora Pardey sowie drei Bewegungsmentoren aus dem Projekt „Jedes Kind zählt“ – Bewegungsförderung zur Stärkung von Familien. „An zwei Nachmittagen sind auch die Eltern zum Mitmachen aufgefordert, um ihnen deutlich zu machen, wie wichtig Bewegung ist und das Sprachvermögen fördert“, betont Gudrun von Alten.

Die Rucksackmütter der beteiligten Schulen und viele andere Helfer sorgen während der Woche für den Transport der Kinder und kümmern sich um die Verpflegung.

Im Anschluss an das Feriensprachcamp ist als weiterer Baustein der Förderung von bildungsbenachteiligten Kindern ein weiterer Durchgang des Diesterweg-Stipendiums geplant. Das Familienbildungs-Stipendium wurde bereits von der Stiftung Soziale Zukunft – Bürgerstiftung der AWO Region Hannover e.V. in Kooperation mit der AWO Familienbildung erstmalig von 2011 bis 2013 durchgeführt.

Weitere Informationen: AWO Familienbildung, Koordinatorin Gudrun von Alten, Tel.: 0511 21978-109, gudrun.vonalten@awo-hannover.de