"Wir machen Kinder stark" - Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung von Kindern

Themenwoche im Rahmen des „Europäischen Jahres 2010 zur Bekämpfung von Armut

2010 ist das europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut. Das Thema Armut und die daraus resultierende Benachteiligung von Kindern ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktthema der Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V. Im Rahmen der Aktionswoche des Landes Niedersachsens gegen Kinderarmut und soziale Ausgrenzung vom 13. bis zum 20. September 2010 stellt die AWO am 15. September das gemeinsam mit der Leibniz-Universität entwickelte Projekt „Wir machen Kinder stark“ im „Heim Freundschaft“ vor. Eine begleitende Ausstellung zum Thema „Armut von Kindern und Familien“ zeigt Arbeiten und Projekte verschiedener AWO Einrichtungen.

„Kostengünstige Ausflugsziele in Hannover nutzen“, „Mit wenig Geld gesund kochen“, „Bildung im Alltag“ und das Leseprojekt „Bücherwurm“ sind Aktionen, mit denen sich vier Kindertagesstätten der AWO Region Hannover e.V. an der Aktionswoche „Alle Kinder braucht das Land“ des AWO Bezirksverbandes, ebenfalls im Rahmen der niedersächsischen Themenwoche, am 14. 15. und 17. September 2010 beteiligen. Diese Aktionen finden in den jeweiligen Einrichtungen statt.

Wir laden Sie herzlich ein, bei den Veranstaltungen dabei zu sein, und über die Themenwoche zu berichten. Weitere Informationen zu den Inhalten und Veranstaltungsorten finden Sie auf den nächsten Seiten.

Veranstaltungen im Rahmen der Themenwoche
14. September von 9.30 bis 11.30 Uhr
Familienzentrum „Sonnenblume“, Moorlilienweg 2, 30855 Langenhagen
Leseprojekt „Bücherwurm für Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren. In mehreren Leseecken in der Kindertagesstätte fressen sich die „Würmer“ durch die Bücher.
Kontakt: Kita-Leitung, Barbara Stamm, Tel.: 0511 519353-10

14. September ab 15.30 Uhr
Kindertagesstätte Ahldener Straße 2 in 30625 Hannover (Heideviertel/Roderbruch)
„Gemeinsamer Ausflug mit Kindern und Eltern zum Spielhaus Krokolino auf dem Kronsberg im Stadtteil Bemerode“: Die Kindertagesstätte möchte Gemeinsamkeit und Kontakt in der Elternschaft herstellen und kostengünstige Ausflugsziele in Hannover nutzen.
Start ist um 15.30 Uhr von der Kita, Ankunft Krokulino gegen 16.00 Uhr
Kontakt: Kita-Leitung, Petra Horn, Tel.: 0511 575858

15. September von 9.00 bis 12.00 Uhr
Kindertagesstätte Mühenkamp 5 in 30419 Hannover (Herrenhausen)
„Mit wenig Geld gesund kochen“: Kinder und Eltern kochen in der Einrichtung kostengünstige Gerichte (deutsche und internationale Küche).
Kontakt: Kita-Leitung, Renate Steinke, Tel.: 0511 794455

15. September von 13.00 bis 15.00 Uhr
Aktionstag im „Heim Freundschaft“, Gottfried-Kellerstraße 26, 30655 Hannover
Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende der AWO Region Hannover e.V. Christiane Rintelmann erwartet Sie:
1. Vortrag zum Begriff „Resilienz“ (psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern)
2. Aktueller Sachstand des Projektes zur Resilienzförderung „Wir machen Kinder stark“
3. Ausstellung zum Thema „Armut von Kindern und Familien“
Kontakt: Michaela Bräuer-Pape, stellvertretende Geschäftsführerin der AWO Region Hannover e.V., Tel.: 0511 8114-211

17. September von 8.00 bis 11.30 Uhr
Familienzentrum Schweriner Straße 22 in 30625 Hannover (Kleefeld)
„Bildung – ein Sprungbrett in die Zukunft“: Für Eltern und Interessierte: In der Einrichtung werden Bildungsstationen aufgebaut, an denen mit einfachen Mitteln Bildungsinhalte veranschaulicht werden. Ziel ist es zu verdeutlichen, dass Bildung auch ohne großen finanziellen Hintergrund möglich ist, und Eltern im Alltag viele Einflussmöglichkeiten auf den Entwicklungsweg ihrer Kinder haben.
Kontakt: Leitung, Birgit Teichert, Tel.: 0511 537287

Resilienzförderung in den AWO Kindertagesstätten
Die Arbeitsgemeinschaft Armut der AWO Region Hannover e.V. hat in Kooperation mit der Leibniz Universität das Projekt „Wir machen Kinder stark“ entwickelt. Ziel ist es, die psychische Widerstandskraft von Kindern zu entwickeln, zu stärken und zu verbessern. Vier Kindertagesstätten beteiligen sich an diesem über NIFBW (Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung) finanzierten Projekt.

Die beteiligten AWO Kindertagesstätten sind die Kita Elmstraße, Kita Dunantstraße, Kita Petermannstraße und Kita Schneiderberg. Zum Ende des zweijährigen Projektes wird ein theorie- und praxisgeleitetes Programm zur pädagogischen Förderung von Resilienz vorgestellt.

Das Projekt hat in zwei Phasen die Perspektive der pädagogischen Fachkräfte und die der Eltern im Blick:

In der ersten Phase sollen die Fachkräfte in ihrer Wahrnehmung und in ihrem Handeln so gefördert und gestärkt werden, dass sie besser als vorher in der Lage sind, die Resilienz bezogenen Faktoren bei den Kindern und ihren Familien zu erkennen und zu unterstützen. Praktisch umsetzbares „Handwerkszeug“ steht dabei im Vordergrund.

In der zweiten Phase werden die Eltern und Familien einbezogen. Es sind Elternwerkstätten geplant, die sich mit unterschiedlichen Themen beschäftigen, zum Beispiel „Wie kann ein Kind ein positives Sozialverhalten entwickeln?“. Die Eltern werden unterstützt, ihre Verantwortung und Rolle als Erziehende wahr zu nehmen, um ihre Kinder in der Entwicklung zu begleiten und zu fördern und belastende Situationen zu bewältigen.

Resilienz
Die veränderte Lebenssituation in der Gesellschaft führt zu einer wachsenden Anzahl von Kindern, die mit Unsicherheiten, Belastungen und schwierigen Situationen konfrontiert werden. Die psychische Widerstandsfähigkeit, mit denen Kindern diese Belastungen bewältigen, bezeichnet man als Resilienz. Der größte Einflussfaktor von Resilienz ist die Familie, aber auch pädagogischen Einrichtungen kommt eine bedeutsame Rolle zu. An der Schnittmenge zwischen Familie und pädagogischer Einrichtung liegen in der Zusammenarbeit der Familienbildung und der Bildung in Kindertageseinrichtungen der AWO besondere Stärken, die im Projekt vernetzt werden sollen.