Sport für Migrantinnen in Langenhagen

vom 06.05.2010

Das Projekt „LaMiS“ ist am 1. April 2010 gestartet

In Beratungsgesprächen und Informationsveranstaltungen der AWO Migrationsdienste in Langenhagen haben muslimische Frauen und Mädchen oft den Wunsch nach Sportangeboten in ihrer gewohnten Umgebung - der DITIB Moschee - geäußert. Das Beratungszentrum für Integrations- und Migrationsfragen (BIM) der AWO Region Hannover e.V. hat hierzu ein Konzept für das Projekt „LaMiS“ – Langenhagener Migranten Sport erarbeitet. Das vom Landessportbund Niedersachsen e.V. finanzierte Projekt ist am 1. April 2010 an vier Tagen in der Woche mit drei Gruppen gestartet.

Das Projekt LaMiS hat folgende Ziele:
• Sportangebote für Frauen und Mädchen in den Räumlichkeiten der DITIB Moschee durchzuführen
• Muslimischen Frauen und Mädchen den Zugang zu den Sportvereinen zu ermöglichen
• Integration von Migrantinnen zu fördern durch Ausbildung als Übungsleiterinnen oder Ehrenamtshelferinnen in Sportvereinen
• die am Projekt beteiligten Sportvereine bei Entwicklung und Initiierung von Sportangeboten für Migrantinnen fachlich zu unterstützen

Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit dem Landesportbund Niedersachsen e.V. und dem Regionssportbund Hannover e.V. konnten Kontakte zu Sportvereinen in Langenhagen aufgenommen werden. Durch den Regionssportbund Hannover wurde ein Runder Tisch einberufen, um interessierte Sportvereinen der Region Hannover für die Projektidee zu sensibilisieren. So konnte der Behindertensportverein Langenhagen für die Gesamtkoordination des Projektes gewonnen werden. Die DITIB-Moschee akquiriert als weiterer Kooperationspartner die Teilnehmenden und stellt die Räumlichkeiten sicher. Der AWO Jugendmigrationsdienst koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit und begleitet fachlich die Projektsteuerungsgruppe, an der alle drei Kooperationspartner teilnehmen.

Erfahrungen zeigen, dass Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund oft keinen Zugang zu den Sportvereinen und die Sportvereine keinen Zugang zu den Migrantinnen finden. „Unser Projekt will in beide Richtungen sensibilisieren“, betont Nada Nangia, AWO Fachbereichsleiterin Migration. „Wir holen die Migrantinnen dort ab, wo sie sind – in diesem Fall in der Moschee und die Vereine öffnen sich und gehen auch dorthin, wo die Zielgruppe ist.“ Durch den Kontakt und die Erfahrungen zwischen den Migrantinnen und den Vereinen werde es langfristig zu einer interkulturellen Öffnung der Vereine sowie der Integration von Migrantinnen ins Vereinsleben kommen.

Vier Tage in der Woche können Migrantinnen aus Langenhagen an den Sportangeboten in der DITIB-Moschee teilnehmen. Auf dem Programm stehen Gesundheitssport für Frauen, jeweils montags und donnerstags von 9.30 bis 11.00 Uhr und Fitnessgymnastik für Mädchen, jeweils montags und mittwochs von 18.00 bis 19.30 Uhr in den Räumlichkeiten der DITIB-Moschee Langenhagen, Bahnhofstr. 15, 30853 Langenhagen.

Kontakt:  AWO Region Hannover e.V., Jugendmigrationsdienst, Nuray Albayrak-Karaköse, Tel.: 0511 21978-129