AWO und Leibniz-Universität stellen Ergebnisse des Projektes „Resilienzförderung“ vor

vom 22.03.2012

Was Kinder stark macht

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Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit und Bewegung und befähige, „sich am eigenen Schopf aus widrigen Umständen herauszuziehen“, so formulierte es die Vorsitzende der AWO Region Hannover e.V. Dr. Silke Lesemann auf der Abschlussveranstaltung zum Projekt „Wir machen Kinder stark – Resilienzförderung in AWO-Kitas“ am 20. März 2012. Vier Kindertagesstätten haben sich seit dem 15. März 2010 an dem von der Leibniz Universität wissenschaftlich begleitetes Projekt beteiligt. Die Projektbeteiligten stellten die Ergebnisse aus der Forschung, den Schulungen für die Erzieherinnen und den Elternwerkstätten vor.

Das Projekt hat verdeutlicht, welche Fähigkeiten notwendig sind, um Stress und belastende Situationen erfolgreich zu bewältigen“, erklärte Professor Dr. Timm Albers von der Leibniz Universität. Schutzfaktoren seien personale, familiäre, soziale und institutionelle Ressourcen. Das Projekt trage dazu bei, auch Kindern mit schwierigen Lebenssituationen, einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Die Kindertagesstätte als Institution könne dabei kompensatorische Aufgaben wahrnehmen

Während der Projektphase wurden die pädagogischen Fachkräfte so gefördert und gestärkt, dass sie besser in der Lage sind, resilienzbezogene Faktoren bei den Kindern und ihren Familien zu erkennen und zu unterstützen. „Die Möglichkeit, das eigene pädagogische Verhalten zu hinterfragen, ist ein toller Erfolg“, betonte Diplom-Psychologe Jörg Reißmann und AWO Betriebsratsvorsitzender auf der Veranstaltung.

In den Elternwerkstätten wurden die Eltern dabei unterstützt, ihre Verantwortung und Rolle als Erziehende wahrzunehmen, um ihre Kinder in der Entwicklung zu begleiten und zu fördern. „Je unsicherer die eigene Lebenssituation ist, desto größer ist der Bedarf an Austausch und Kontakt mit anderen“, sagte Ingrid Kröger, Fachbereichsleiterin AWO Familienbildung und Seniorenarbeit. Elternarbeit muss etabliert sein.

Armut und die daraus resultierende Benachteiligung von Kindern ist ein Schwerpunktthema der Arbeiterwohlfahrt. „Mit der Resilienzförderung gehen wir dieses Thema weiter an“, betonte AWO Geschäftsführer Burkhard Teuber.

Finanziert wurde das Projekt vom NIFBE (Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung). Die Ergebnisse werden dem Land Niedersachsen von der Leibniz Universität zur Verfügung gestellt, um sie landesweit übertragen zu können.

Weitere Informationen: Michaela Bräuer-Pape (stellv. Geschäftsführerin), Tel.: 0511 8114-211, michaela.braeuer-pape@awo-hannover.de

(Auf dem Foto von links nach rechts: Professor Dr. Timm Albers (Leibniz Universität), Jörg Reißmann (Diplom-Psychologe und AWO Betriebsratsvorsitzender), Ilka Lemke (wissenschaftliche Mitarbeiterin Leibniz Universität), Karin Emse (Mitarbeiterin AWO Familienbildung), Michaela Bräuer-Pape (stellv. AWO Geschäftsführerin), Kornelia Heinrich (Fachberaterin AWO Kindertagesstätten), Ingrid Kröger (Fachbereichsleiterin AWO Familienbildung und Seniorenarbeit), Horst Merkel (Diplom-Psychologe))