Stromspar-Check feiert Jubiläum

vom 04.07.2012

2.000 Haushalte beraten

PRESSEMITTEILUNG

Haushalte, die mit wenig Geld auskommen müssen, sind froh über jeden gesparten Euro. Gerade in Zeiten steigender Energiekosten lohnt es sich, nach überflüssigen Stromfressern in der Wohnung zu suchen. Mit dem Stromspar-Check, der seit Anfang 2010 in der Region Hannover angeboten wird und gerade den europäischen Umweltpreis „Sustainable Energy Europe Award“ erhalten hat, gibt es ein kostenloses, speziell auf einkommensschwache Haushalte zugeschnittenes Angebot, um den Stromverbrauch zu senken und damit bares Geld und CO2 einzusparen. Jetzt hat die 2000. Beratung stattgefunden: bei Familie Zein in Hannover.

Wer sich für einen Stromspar-Check anmeldet, bekommt schnellstmöglich eine Beratung: Beim ersten Besuch messen die Stromsparhelfer – übrigens geschulte Langzeitarbeitslose aus dem Projekt „50TOP!“ des Jobcenters Region Hannover – den Stromverbrauch der elektrischen Geräte und enttarnen so bisher unentdeckte Stand-by-Verbräuche. Außerdem wird der aktuelle Stromverbrauch ausgewertet und es werden erste Tipps und Hinweise zum Strom- und Wassersparen gegeben. Zum zweiten Termin haben die Stromsparhelfer das Einsparpotential des Haushaltes ermittelt, das übrigens durchschnittlich bei rund 100 Euro liegt, und geben Ratschläge, wo gezielt Energie gespart werden kann. Außerdem haben sie Energiesparartikel im Wert von durchschnittlich 70 Euro dabei, die sie sofort installieren. Ziel ist das Stromsparen ohne Komfortverlust über Verhaltensänderungen und kleinere Maßnahmen wie Energiesparlampen und schaltbare Steckdosen. Im Fall von Familie Zein haben die Stromsparhelfer Wolfgang Schmidtke und Viktor Meister sogar ein Einsparpotential von jährlich rund 400 Euro errechnet. Allein an Wasserkosten kann die Familie mit den eingebauten Sparhilfen fast 200 Euro sparen. Im Strombereich können ab sofort 620 kWh pro Jahr eingespart werden, was rund 150 Euro entspricht.

„Der Stromspar-Check nutzt allen: die Familien sparen bares Geld und die Stromsparhelfer bekommen über ihre Beratertätigkeiten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, erläutert Burkhard Teuber, Geschäftsführer der AWO Region Hannover. Gemeinsam mit der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover koordiniert die AWO das Projekt in der Region. Und auch der Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, Udo Sahling, freut sich über den Erfolg des Stromspar-Checks: „Das Klima profitiert natürlich auch von der Aktion. Im Durchschnitt liegt das CO2-Einsparpotential der Haushalte bei 200 Kilogramm pro Jahr. Das macht für alle 2.000 beratenen Haushalte 400 Tonnen.“ So soll das Projekt helfen, die CO2-Einsparziele der Region Hannover zu erreichen: „Der Stromspar-Check leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele, wie sie im Klimaschutzrahmenprogramm der Region festgelegt sind“, so Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover.

Finanziert wird der Stromspar-Check vom Bundesumweltministerium, der Region Hannover, dem enercity-Fonds proKlima und dem Jobcenter Region Hannover.

Anmeldungen für einen Stromspar-Check nimmt die AWO Region Hannover e.V. unter Tel. (0511) 600 99 634 oder per E-Mail an stromsparen@awo-hannover.de entgegen. Weitere Infos gibt es unter www.stromsparcheck-hannover.de. Aktuell werden die Beratungen in neun verschiedenen Sprachen angeboten.

Hintergrund Stromspar-Check
Das vom Bundesumweltministerium geförderte Programm zielt darauf ab einkommensschwachen Haushalten Einsparmöglichkeiten beim Energieverbrauch aufzuzeigen. Langzeitarbeitslose, die in Kooperation mit dem Jobcenter Region Hannover zu Stromsparberatern qualifiziert wurden, führen die Checks vor Ort durch.

Der Stromspar-Check ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes e.V. und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD). Der Standort Region Hannover - einer von bundesweit 100 - wird seit dem Jahr 2010 von der AWO Region Hannover e.V. und der Klimaschutzagentur Region Hannover betreut. Mit den bis heute durchgeführten 2.000 Beratungen liegt Hannover im Niedersachsenvergleich (sieben Standorte insgesamt) vorn.

Bildunterschriften:
Foto 1: Der Stromsparhelfer Viktor Meister installiert im Bad von Agnes Zein Wassersparhilfen.
Foto 2: Die Stromsparhelfer Viktor Meister (li.) und Wolfgang Schmidtke tauschen Glühbirnen gegen Energiesparlampen aus. Agnes Zein freut´s, denn damit sinken die jährlichen Stromkosten für ihre Familie erheblich.


 

Fotos zum Herunterladen
Stromspar-Check_2000_1 (283.182 Byte)
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