Stefan Schostok besucht Einrichtungen der AWO

vom 19.07.2013

AWO Tag in Hannover

PRESSEMITTEILUNG

Hannover. Stefan Schostok, Oberbürgermeisterkandidat Hannover, hat sich einen Überblick über die Arbeit der AWO verschafft und einzelne Einrichtungen am 18. Juli 2013 besucht. Auf seinem Programm standen: das Jugendhilfeprojekt Carré Spierenweg, das Beratungszentrum für Integrations- und Migrationsfragen, die Jugendwerkstatt Nadelöhr der AWO Region Hannover e.V. sowie das Seniorenzentrum Ihme-Ufer des AWO Bezirksverbandes. Von der Jugendhilfe über Beratung und Qualifikation bis hin zu Seniorenzentren: „Wir bieten den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und Region Hannover Hilfen in unterschiedlichen Bereichen aus einer Hand“, betonte AWO Geschäftsführer Burkhard Teuber.

In den Gesprächen mit den Einrichtungsleitungen und Verantwortlichen wurde deutlich: In vielen Bereichen müssen die Rahmenbedingungen geändert werden, um soziale Arbeit zukünftig weiterhin qualitativ auf hohem Niveau leisten zu können.

In der Jugendhilfeeinrichtung Carré Spierenweg in Hainholz begleitet die AWO allein erziehende Mütter und Väter. Junge Menschen ab 16 Jahren, die Unterstützung und Hilfe bei der Pflege und Erziehung ihrer Kinder benötigen, haben hier die Möglichkeit in eine der insgesamt 18 Wohnungen einzuziehen. „Ziel ist es unter anderem, ihnen dabei zu helfen, eine stabile Beziehung zu ihrem Kind, aufzubauen“, sagte Einrichtungsleiterin Astrid Heinze. Problematisch sei die Situation, dass die Anzahl der Mütter und Väter die psychosozial stark belastet sind und die diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen deutlich gestiegen ist.

Das in Linden gelegene Seniorenzentrum bietet eine integrierte Versorgung von betreutem Wohnen, ambulanter Pflege, Tagespflege und stationärer Pflege. „Das richtige Konzept für eine moderne Betreuung und Pflege“, sagte Stefan Schostok. Im Hinblick auf die demografische und interkulturelle Entwicklung sei es wichtig, mehr in die stationäre und auch ambulante Pflege zu investieren werden, bemerkte die stellv. Vorsitzende der AWO Birgt Merkel: „Wenn wir gute Pflege ernst nehmen, müssen Betroffene das Wahlrecht haben.“

Qualifizierung für Beruf und Alltag bietet die AWO in der Jugendwerkstatt Nadelöhr in Hannover-Linden. „Arbeiten und Lernen sind hier eng verbunden“, sagte Leiterin Susanne Losigkeit-Gläbe. Der Erwerb Berufsfeld bezogener Kenntnisse und Fähigkeiten und die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen stehen im Vordergrund. „Nach der Arbeitsmarktrechtsreform sind von dem erfolgreichen Angebot mit 86 Plätzen leider nur 16 übrig geblieben“, bemerkte Burkhard Teuber.
 
Im Beratungszentrum für Integrations- und Migrationsfragen (BIM) erhalten Menschen mit Migrationshintergrund eine umfassende und individuelle Beratung. „Für die Erstberatung der EU-Bürger aus Bulgarien fehlen aber geeignete Konzepte“, erläuterte Fachbereichsleiterin Nada Nangia die momentane Beratungssituation. Auch bei der Migrationsberatung für Jugendliche und Erwachsene Zugewanderte (JMD und MBE) gebe es Unsicherheiten. „Jährlich müssen wir einen Antrag stellen und wissen erst Mitte des Jahres, ob dieser bewilligt wird.“ Hier fordert die AWO eine Institutionalisierung der Dienste und eine verlässlich auskömmliche Finanzierung.

Birgit Merkel freute sich, dass neben Stefan Schostok auch die Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack (SPD) und der Landtagsabgeordnete Marco Brunotte (SPD) mit dabei waren. „Damit sind alle Entscheidungsebenen vertreten“.

Die Arbeiterwohlfahrt in der Region Hannover…
ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Wohlfahrtsverband mit 48 Ortsvereinen und 6.550 Mitgliedern in der Region Hannover. Über 1.200 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten in mehr als 100 Einrichtungen und Dienste vielfältige soziale Arbeit in den Städten und Gemeinden. Der Verband bietet Dienstleistungen in den Bereichen Erziehung, Bildung, Gesundheit, Beratung, Pflege und psychosoziale Hilfen an. Die Angebote sind für alle Menschen offen.